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Dieses Thema hat 25 Antworten
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Jouni14 Offline

Foren-Statler

Beiträge: 1.184

03.12.2002 20:52
Arenisierung der DEL Antworten

Angesichts des "Megabrüllers" Lions-Krefis kann sich ja mal ein paar grundsätzlichere Gedanken machen.

Wenn ich so meine letzten Jahre DEL Revue passieren lasse, wird der Trend hin zu den Arenen immer deutlicher. Köln, Nürnberg, Hannover, Hamburg haben eine, Krefeld, Mannheim, Berlin, Ingolstadt kriegen eine, Augsburg hat einen Ausbau in Aussicht, sollte man solange noch DEL spielen, Frankfurt schreit mit seinem Umfeld geradezu nach einer, bei Düsseldorf bin ich derzeit überfragt, womit noch die beiden Kleinen Kassel und Iserlohn (wer mag, kann Schwenningen noch dazu zählen) bleiben, deren Hallensituation sich so schnell nicht ändern dürfte.
Doch was bringt uns diese "Arena-Liga", die die DEL in spätestens 2 bis 3 Jahren sein wird? Ich sehe das Gemäß meinem Naturell eher pessimistisch:
- Aussterben der letzten Eishockeyhochburgen in Mittelgroßen Städten, die da dauerhaft nicht mithalten können.
- Aber auch die Arena-Klubs erwartet ein höheres Risiko. Die Arenen sind ja keine reinen Sporthallen mehr, sondern "Event-Tempel" mit einem Rattenschwanz von Personal, geführt von einem Betreiber, der auch was verdienen will. Wenn Köln schon 10.000 Leute braucht, um erstmal auf +/-0 zu kommen, ist das bedenklich; anderswo dürfte es ähnlich sein.
- größere Abhängigkeiten von Team-/ Halleneignern. Parardebeispiel in Oberhausen, gerade als die sich etabliert hatten, hatte die Ogden-Gruppe keine Lust mehr.
- Mehr "Event-Publikum". Gut wenn´s läuft, man kann sicher neue Zuschauerpotentiale erschliessen, schlecht wenn nicht. Ich bezweifel jedenfalls, dass ein mittelmäßiges oder gar schlechtes Team z.B. in Hamburg dauerhaften Zuspruch finden würde. Analog dazu verweise ich auf die Bundesliga, da meinten auch alle Klubs, mit einem neuen Stadion in eine goldene Ära aufzubrechen, um jetzt so langsam zu merken, das immer noch 3 Teams absteigen und nur einer Meister wird.
- Verlust der traditionellen Fankultur. Keine (kaum) Stehplätze, Eintritt durchgehend teurer, das kann/will sich sicher nicht jeder Fan leisten. Womit wir die Eishockeystimmung dann auf Band in die Arenen transportieren werden müssen.

Würde mich interessieren wie´s der Rest hier sieht, vielleicht sehe ich auch nur zu schwarz. Freue mich jedenfalls trotzdem auf Sonntag!

Magro Offline

Hall-Of-Fame-Member


Beiträge: 5.251

03.12.2002 21:07
#2 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Ich kann dir eigentlich nur in allen Punkten zustimmen. Oberhausen hat vorgemacht das es auch gewaltig in die Hose gehen kann. Und was wollen Schwenningen, Augsburg und vielleicht sogar Kassel (?!) mit so einem riesigem Eishockeytempel? Meiner Meinung sehen dort die Chancen auch nicht viel anderst aus als in Oberhausen. Selbst in Nürnberg und Hannover munkelt man schon länger von Finanzschwierigkeiten.
Ein Allheilmittel für Finanzprobleme sind große Arenen sicher nicht. Stimmungstechnisch verlieren wir dadurch eh viel was Eishockey ausmacht. Klar der Luxus imponiert, aber meiner Meinung ist mir das Gefühl eines Hexenkessels zehnmal lieber. Eishockey darf keine Kinovorstellung werden, dafür gibst NHL und Premiere.
Falls es wirklich einmal so extrem wird: Dann lieber ab in die zweite Liga mit den Huskies wo's hoffentlich noch ein paar echte Traditionsvereine gibt und man als kleiner Verein auch gesund überleben kann.
Reizen würde mich zwar ne MuFu-Halle hier in Kassel schon, aber wenn ich länger darüber nachdenke kann ich auch gut drauf verzichten...

Magro



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Leuchtturm Offline

Hall-Of-Fame-Member


Beiträge: 3.632

03.12.2002 21:33
#3 RE:Arenisierung der DEL Antworten

In Antwort auf:
- Verlust der traditionellen Fankultur. Keine (kaum) Stehplätze, Eintritt durchgehend teurer, das kann/will sich sicher nicht jeder Fan leisten. Womit wir die Eishockeystimmung dann auf Band in die Arenen transportieren werden müssen.

Und genau das ist der Punkt, der mir am ehesten aufstößt. Der Verlust von kleinen Vereinen (uns inbegriffen) ist auf kurz oder lang nicht zu vermeiden bei fortschreitender kommerzialisierung des Sports im Allgemeinen. Das einzige, was sich mit allem Geld der Welt nicht kaufen läßt, sind eben die Fans. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert das dann leider doch noch, siehe eben Köln's Mehrzuschauer gegenüber Lentstraße und den Freezers. Solange dieser Grad ausreicht, um halbwegs über die Runden zu kommen, steuert keiner gegen den Strom. Also bleibt uns nur der vorbestimmte Weg in Richtung NHL-Fans übrig (Deutschlandweit betrachtet) Was den Weg für Kassel angeht, wird sich zeigen. Ich hoffe immernoch auf eine Kooperation von Hasseröder mit Kimm's Simon bezüglich einer MuFu-Halle im Stile von HAnnover, bloß ohne Oberrang. In der MuFu könnte Hasseröder seine Boxkämpfe stattfinden lassen und wat wees ick für'n Zeug. Aber möglich wäre doch Alles, würden doch mal alle an einem Strang ziehen. Diese Entwicklung der Fankultur ist ja auch im EH schon festzustellen, wenn Freezers-"Fans" nur Siege fordern. Bei Bayern werden die Fans seit langem als Erfolgsfans verschrien, aber neuerdings auch so behandlet. Da sagt mein Freund Uli öffentlich, das die Bayern-Fans nur ins Stadion kommen, um den FC Bayern gewinnen zu sehen und vielleicht noch ein schönes Spiel mitzunehmen. Wenn wir soweit sind, dann ist das Eishockey für die ganzen blasierten Krawattenträger der Sport schlechthin. Aber irgendwann wird man feststellen müssen, das der Sport allein, ohne die Stimmung der "Harten" Fans kein wirklich zu verfolgendes Ereignis ist. Ich bin für den Erhalt der Fankultur, gegen Kommerzialisierung und Arenen. Ein Stadion muß auch Stadion oder zumindest Halle heißen, um gute Stimmung zu versprechen. Und die Entfernung der Stehplätze aus den Arenen trägt deutlich zu der VerNHLung (geiles Wörtchen, gell) bei.




SVEN VALENTI - Schlittschuhgott!!! (Aber erst hinter Alex Wedl!)

Ihr könnt uns schlagen sooft und so hoch ihr wollt, es wird trotzdem nicht passier’n das auch nur einer von uns mit euch tauschen will denn ihr seid nicht wie wir.
Irgendwann kommt für jeden mal der Tag an dem man sich entscheiden muss auf welcher Seite man im Leben ist auch wenn es noch so sehr weh tut und wenn ihr lesen könnt dann seht euch an was auf unseren Fahnen steht bis zum bitteren Ende wollen wir den Weg begehn Heja, Heja, Heja ECK!!!

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Pferdeturm=100% Hannover, Icehouse=100% Wedemark, Arena=100% Mutanten!



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SweetHuskie Offline

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Beiträge: 1.762

03.12.2002 21:43
#4 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Eine sehr interessante Diskussion die du da beginnst, Jouni!

Ich betrachte die Lage, spätestens seit unserem Besuch in Hamm letzten Februar, nur noch von der negativen Seite. Jeder Geschäftsmensch kann mir zwar noch so viele positive Aspekte der Arenisierung aufzählen, mich jedoch interessieren diese absolut nicht. Was will ich beim Eishockey, wenn ich da ne Halle mit gepolsterten Sitzen und 10.000 Zuschauern habe, wenn man im Gegenzug aber null Stimmung hinnehmen muss? Mein Interesse am Eishockey und speziell den Huskies wurde eben durch diese Stimmung erst geweckt, dazu noch ein schneller, kampfbetonter Sport - was gibts schöneres? Aber wenn wir die Lage ein wenig nüchtern betrachten, wird immer klarer, dass das alles bald nicht mehr so sein wird. man könnte auch sagen uns wird unser Hobby, unser Sport kaputt gemacht. Dagegen tun können wir nichts, viel mehr müssen wir irgendwie lernen, mit den Gegebenheiten zu leben...

DEL Eishockey in Kassel ist ne schöne Sache. Ich kenne hier nichts anderes und ich hätte nichts dagegen, wenn das hier noch ein paar Jahre so weiterlaufen würde. Ich glaub nur nicht dran. Selbst wenn wir die erhoffte MuFu-Halle bekämen, denke ich doch, dass das Zuschauerpotential einfach nicht groß genug ist. Siehe, wie Jouni sagt, Nürnberg und Hannover. Was aber ist die Alternative? Unterklassiges Eishockey! man schaue nach München. In der DEL das stimmungstechnisch letzte Loch, jetzt in der Bayernliga haben se jedoch um die 1500 Zuschauer die ihre Spiele sehen und die haben da richtig Spaß an der Sache. Wieso nicht auch wieder in Kassel? Klar, viele werden nicht mehr hin gehen, wenn es nicht mehr die DEL ist, aber was solls?! Irgendwann müssen wir uns wohl eh mit dem Gedanke anfreunden, ich habs schon getan!

SweetH


Jens Keller - FUßBALLGOTT: "In Frankfurt ist immer etwas los. Mir ist es lieber, für einen Verein zu spielen, bei dem es auch mal Theater gibt, als für einen Klub wie Unterhaching zu kicken, für den sich keine Sau interessiert."

Huskiesfan Offline

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Beiträge: 1.516

03.12.2002 22:20
#5 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Ich denke da vielleicht etwas anders als ihr.
Es ist einigermaßen klar, dass ein Verein ohne ARENA, oder zumindest ohne luxuriösere (evtl. ausgebaute) HALLE, in Zukunft in der DEL nichts bestellen kann.
An dieser Stelle möchte ich mal die einzelnen DEL-Standorte (Verein kann man ja nicht mehr sagen) mit Arena bewerten.

Oberhausen (9600): Das erste Mal das in Deutschland ein Verein die Stadt gewechselt hat (Franchise-System), auch wenn es aus Ratingen nur ein paar Kilometer nach Oberhausen sind. Eishockey hatte in dieser Stadt nie wirklich eine Chance, und wurde eigentlich auch nur dort wegen der Arena, der ersten ihrer Art in Deuschland, etabliert. Hinzu kam, dass die Mannschaft in den ersten Jahren grottenschlecht gespielt hat. Damit waren schlechteste Bedingungen für die Gunst der Zuschauer geschaffen (Zuschauerzahlen knapp über 1000 waren normal). Die Revier Löwen müssen Saison für Saison ein horrendes Minus erwirtschaftet haben, und so kam es das die Betreiber der Arena nicht mehr zuließen, dass die Löwen in ihrer Arena spielten - obwohl sie mittlerweile ein ziemlich gutes Publikum aufgebaut hatten (9400 Zuschauer in der PlayOff-Saison gegen die DEG, usw).
Fazit: Das Problem dieser Arena lag in den Anfangsjahren, in denen es die Löwen nicht vermochten die Zuschauer für sich zu gewinnen, und somit kam es zum finanziellen Kollaps.

Köln (18600): Die erste NHL-artige Arena in Europa war sicherlich eine absolute Neuheit, und wurde gut angenommen, auch aufgrund des traditionsreichen und erfolgsverwöhnten Publikums in Köln.
Jedoch es wurde schnell ersichtlich, dass die Zuschauerzahlen langsam aber sicher über die Saisons hin fielen, und da in Köln erst aber einem 10000-11000er Schnitt plus gemacht wird, stellt sich die Frage, wie lang die Haie das noch so weiterführen können.
Weiterer Minuspunkt: So gigantisch die Stimmung bei voller Hütte auch sein kann, so supermies kann sie auch bei Spielen sein, wo nur 8000-9000 da sind. Das mag aber eher am Kölner Publikum liegen, als an der Arena.
Fazit: Solch ein große Halle macht nur Sinn in Millionenstädten, wie z.B. Köln (Hamburg hat es fast nachgemacht, Berlin will eine 16000er-Arena bauen, München naja, kennen wir ja ). Jedoch sind hier schnell finanzielle Risiken bei zu niedriger Zuschauerresonanz sichtbar.

Nürnberg (8500): Tja, mit 8500 Zuschauern sehr klein geraten, sollte man meinen, aber für Nürnberg absolut ausreichend, zumal der Architekt es geschafft hat den Oberrang falsch zu designen .
Nürnberg hatte vorher im Lindestadion für 4200 Leute Platz - und das Zuschauerpotential wird sicherlich, und ist es auch nicht, auch wegen dem "Club", nach oben schnellen.
Nürnberg hat eigentlich nur Anrecht auf eine Arena, weil das Linde viel zu klein und marode war. Sonst rechnet es sich eigentlich nicht wirklich - hat man ja an angeblichen Finanzschwierigkeiten gesehen.
Fazit: 1000 mehr in Nürnberg pro Spiel (wie kalkuliert!), und die Welt siehr schon anders aus. Ansonsten: Aufpassen, Ice Tigers!

Hannover (10500): Marktkauf-Paradise, sag ich nur! Die Scorps hatten ja auch im Icehouse selten "gute" Zuschauerzahlen, und dann in der Arena (die nur im ersten Spiel dort, Halbfinale gegen Mannheim, ausverkauft war) auch eher eine schlechte Resonanz. Aufgebessert werden die Zuschauerzahlen durch Hunderte Freukarten.
Wenn die Hasselbachers da nicht aufpassen, oder mehr Werbung machen, dann sehe ich schwarz für die Scorps in der Arena, die sicherlich eine sehr schöne ist, oder gar für die ganze "Franchise".

Hamburg (13886): Will ich noch kein genaues Urteil drüber abgeben, die Colorline-Arena ist einfach noch zu frisch. Von ausverkauft bis 4700 (heute gg. Ingolstadt) war schon alles da, mal sehen wo sich das einpendelt.
Generell sehe ich aber in Hamburg gute Chancen für ein Eishockeyteam, zumal damit auch der Norden stärker in der DEL-Landschaft hervorgehoben wird.
Fazit: noch keins.

Zu den geplanten Arenen sie gesagt, dass es
1) sich bei Ingolstadt nicht um eine Arena handelt, da sie nur 5500 Zuschauer fassen wird. Für mich ist das eine normale Halle. Aber für Ingolstadt absolute ausreichend.
2) Mannheim noch nicht wirklich sicher ist, ob sie gebaut wird. Es ist aber wahrscheinlich, und dann wird diese Arena für 15000 Leute Platz bieten - gewagt für Mannheim. Gewagt weil das Potential sicherlich da ist, aber es liegt daran, es auszunutzen. Ich denke aber, dass das kein großes Problem für SAP und Co. Diese Arena wird sicherlich gut ankommen bei der Bevölkerung (vielleicht nicht bei den Anwohnern ;-) ).
3) Berlin wird mit seiner Arena auch sehr gut ankommen, kein Wunder bei ca. 4 Millionen potentiellen Zuschauern. Auch hier wird es wohl keine größeren Schwierigkeiten geben werden. (Notfalls gibts auch nich Anschütz)
4) Zu Augsburg und Krefeld sei gesagt, dass Krefeld wegen des Alters der Rheinlandhalle und Augsburg wegen der leichten Zugigkeit der Arena eine nötig hätten. Leider sehe ich dort weder Geldgeber noch genügend Abnehmer. Beide Vereine sollten sich, wenn überhaupt mit kleinen Arenen, á la Nürnberg abfinden. Sonst gibt das eine Katastrophe!
5) Düsseldorf kriegt bereits ein neues Rheinstadion für Fußball-WM 2006. Die DEG hätte ein Angebot nutzen können bei veränderter Arenakonfiguration darin seine Heimspiele auszutragen. Die DEG lehnte jedoch ab, und somit hat sich das mit einer Eishockey-Arena für Düsseldorf erledigt.

Bleiben noch Kassel, Iserlohn und Schwenningen (wenn sie denn nicht Konkurs gehen)
Für Iserlohn sehe ich mittelfristig keinen Bedarf die Halle auszubauen, das wurde erst gemacht und ist nun, zumindest im Gegensatz zu der unausgebauten Version, richtig schön anzusehen (gute Sitzplätze, Viptribünen, Sauberkeit!!, u.a.) - 4500 Zuschauer reichen Iserlohn auch total aus, und bescheren der DEL außer dem ein "good old" Eishockeyfeeling in einer Kleinstadt.
Schwenningen hat wohl keine Chance in der DEL. Das "Gelaber" (sorry, SERC) mit einer Multifunktionshalle halte ich für peinlich und nicht Ernst zu nehmend. Außerdem schaffen sie es da unten irgendwie nicht, trotz eines guten Zuschauerpotentials, plus zu wirtschaften.

Kommen wir zu Kassel. Kassel muss handeln, das ist klar. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wir haben diese Saison einen Zuschauerschnitt von 4200 kalkuliert, und wir sind auf dem besten Wege dorthin zu kommen (das erste Mal, das der Schnitt nicht fallen würde seit mindestens 5-6 Jahren).
Ich will ja garkeine neue Arena, ich will lediglich eine zeitgemäßen Ausbau der Eissporthalle. Die Möglichkeiten waren und sind da!
Ein konkretes Beispiel (hab mir da echt Gedanken gemacht): Den Heuboden lassen wir wo er ist, bauen nur den Weg von unter dem Heuboden nach über den Heuboden - so kann man mehr sehen von da oben aus.
Die Haupttribüne bleibt wie sie ist, das gleiche gilt für die Gegentribüne - nur die Holzbänke in Block A und E müssen raus - das passt nicht ins Bild.
Die Seite wo das Restaurant ist kommt so erstmal weg, dort wird eine Sitzplatzseite bis zur Höhe der Gegentribüne gebaut. Aber als Kurve, mit den beiden Tribünen verbunden. Darüber kann das Restaurant dann wieder hinkommen.
Die gesamten Stehplätze hinter den jetzigen Tribünen kommen weg - dazu gleich mehr. Anstelle derer wird zwischen jeden Pfosten eine Loge installiert - das werden dann ca. 20 Stück - mehr bräuchten wir wirklich nicht.
Der Heuboden wird seitlich mit den Tribünen verbunden, das geht ja jetzt, da der Weg oben rumläuft, so ensttehen mehrere zusätzliche Stehplätze, ausserdem könnte der E-Block in die neue Tribüne hin erweitert werden. Die Auswärtsfans bleiben wo sie sind.
Ausserdem gibts ne neue Lichtanlage, Musikanlage und neues Plexiglas. Und vielleicht ne zweite Eisfläche auf Teilen von dem Parkplatz vor Halle. Desweiteren könnte man darüber reden, ob der Rundgang nicht verbreitert/verbessert werden müsste.
Das alles ist zwar nur ein grobes Modell, aber ich denke, dass das das Kostengünstigste ist für Kassel. Meiner Meinung nach.

Huskiesfan

Huskiesfan Offline

Hall-Of-Fame-Member

Beiträge: 1.516

03.12.2002 22:30
#6 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Ich male demnächt mal ein Bild von meiner Vorstellung der Eissporthalle.
Stells dann hier rein.

Huskiesfan

JB Offline

2. Reihe

Beiträge: 245

04.12.2002 09:23
#7 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Solange die Sozis im LAndkreis nicht bereit sind sich finaziell am Ausbau/umbau zu beteiligen wird es nichts mit dem "großen Wurf". das war genau der grund warum, kimms wieder abgesprungen sind von den plänen. Denn eins ist klar, es macht keinen sinn von einer regionalreform zu reden (so wie die spd) aber dann bei einer solchen investition den schwanz einzuziehen. Und es geht nicht nur um Eishockey, den wie gesagt, multifunktunktionsarena.
Das ist etwas was uns in Nordhessen fehlt. Aber das checken die Sozen nicht.

*** In Frankfurt stinkt's ***
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Franky41 Offline

Foren-Diplomat


Beiträge: 1.641

04.12.2002 12:49
#8 RE:Arenisierung der DEL Antworten

In Antwort auf:
Aber das checken die Sozen nicht.

Die Unterstützung von unserem Schoppenschorsche war natürlich viel größer, der konnte sich sogar vorstellen die Ausschilderung zur "Multifunktionsarena" zu verbessern.

Ohne Unterstützung eines Großinvestors ist so eine Arena für Kassel kein Thema. Die Kassen von Stadt und Landkreis sind leer. Bei so einer MFH kann es in Kassel nur darum gehen,
vorhandene Resoursen zu nutzen und umzubauen.
Dafür lag ja auch ein Gutachten vor mit einer Summe von 15 Millionen DM.Da aber Kassel anscheinend nicht interessant genug ist für große Sponsoren, werden wir noch lange auf so eine Halle warten müssen.Dem Landkreis bzw. einer Partei dafür die Schuld zugeben erscheint mir zu einfach gedacht.


Bye Franky41


Kassel liegt jetzt nicht mehr
in Hessisch-Sibirien sondern
in Süd-Schweden


JB Offline

2. Reihe

Beiträge: 245

04.12.2002 13:15
#9 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Die Stadt Kassel war, genau wie kimm, ebreit sich finanziell zu beteiligen. Da waren sich die beiden großen PArteien in der Stadt einig. Allerdings nur wenn der Landkreis mitzieht. da es sich um ein Nordhessisches Projekt handelt, ist diese einstellung richtig. Der Landkreis muss bestimmte Lasten der Stadt KAssel mittragen. Aber in solch einem Punkt stellen sich Schlitzberger und Konsorten quer im Landkreis quer.
apropos Landkries und Kassel sind pleite..
Die Stadt ja, ohne wenn und aber.
DerLandkreis hat schon immer mehr geld, und hat derzeit dass Problem ca. 100 Millionen DM zu verwerten, und dabei möglichst viel steuern zu sparen (EAM Verkauf).



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mightyduck24 Offline

Foren-Nihilist


Beiträge: 2.025

04.12.2002 17:13
#10 RE:Arenisierung der DEL Antworten

JB...das hat mit Parteipolitik im Landkreis nix zu tun! Die Kasseler Eissporthalle ist Privateigentum, im Gegensatz zum Auestadion z.B.! Also ist die öffentliche Hand nicht verpflichtet, private Anlagen finanziell zu fördern, auch wenn wir es im Falle der Eissporthalle gern gesehen hätten und es sogar sinnvoll gewesen wäre! Wenn, dann muss die Initiative von privater Seite ausgehen, Kimm wollte ja, aber sonst niemand, die Stadt und der Kreis hier mal ausgenommen. Da wären wir wieder bei dem Problem, was wir in KS haben, niemand, der investieren könnte, interessiert sich wirklich dafür, oder, was auch ein Faktor ist, wird durch die Personen, die mit der Halle zu tun haben, abgeschreckt!
Ansonsten geht die DEL wie von Vorschreibern bereits erwähnt, sehr stark in die Richtung Grossarenen und Unterhaltungsliga. Ich beurteile das skeptisch und sehe KS mittelfristig nicht mehr in der DEL. Und, soll ich Euch was sagen, ich brauche die DEL auch nicht unbedingt, auch in der 2. Liga gibts guten Sport und wir Fans haben denselben Spass an unserem Sport, denn der sollte im Vordergrund stehen!

Blau-weisse Grüsse
Holger


Das bleibt hier solange stehen, bis die Eintracht in der A-Klasse spielt!!!



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HUSKIES BESUCHEN HUSKIES 3.2.02, WAR DAS G... !!!
Vorsicht in Braunlage, tieffliegende Hühner...
"I hope, I die before I get old"/MY GENERATION John Entwistle 1945-2002

JB Offline

2. Reihe

Beiträge: 245

04.12.2002 17:23
#11 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Dass die Halle derzeit Privateigentum ist mir sehrwohl bekannt, ändert aber auc nicht das geringste an meinen oben getätigten Aussagen.
Das was du angeführt hast bestärkt eben noch meine Meinung: Es gibt in Nordhessen kaum noch von hier gesteuerte Großunternehmen. Das meiste sind doch nur noch aussenstellen von großkonzernen (VW, EAM, Daimler usw.)
Nur wenn man seitens der Politik bereit ist Rahmenbedingungen (z.B. MUFUHalle) zu ändern besteht überhaupt die Chance daran etwas zu ändern.
Da stellt sich aber die Frage wer politisch daran ein Interesse hat.

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Iceman Offline

Hall-Of-Fame-Member


Beiträge: 7.539

04.12.2002 18:06
#12 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Gut,
ich will mich auch mal äussern.
Ich möchte die DEL nicht missen.Hochklassiges
deutsches Eishockey gibts eben nur in der Liga.
Denn hier laufen die Stars rum,die Eishockey spielen
können.Ich hoffe immernoch,daß irgendetwas in Sachen
Halle passiert,damit die Kassel Huskies langfristig
Zukunft in der DEL haben.
Ich komme auch wieder,wenn es anders läuft,aber dann
sicher nicht mehr so Zeitaufwändig wie jetzt.So ist es
nun mal.Jedem wie er s will.In ich möchte gerne die DEL
in Kassel sehen.

Grüße
Iceman



***Nimm das Leben nicht zu Ernst.Du kommst niemals lebend raus.***

WAS IST SCHON DIE KÖLNERGROTTEN-REIHE GEGEN DIESE JUNGS???

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***


Magic33 Offline

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Beiträge: 297

04.12.2002 19:55
#13 RE:Arenisierung der DEL Antworten

also ich finde das auch nich unbedingt eine positive entwicklung auch wenn ich jedes wochenende in dem eishockeytempel hockey schaue.sicher ist es schön und gut und auch der komfort stimmt,aber die stimmung die eigentlich das eishockey in deutschland erst ausmacht kommt nur bei derbys auf oder bei voller hütte wie gegen mannem oder bei sonderzugfahrten von anderen vereinen dorthin.und ich denke das in kassel eine mufu sicher schön und gut wäre,aber nicht finanzierbar.wenn wir jetzt die halle mit 6100 leuten grade so halbwegs vollbekommen wie soll das mit ner mufu werden wo 10000 oder mehr reinpassen?dadurch werden einige eventzuschauer mehr kommen aber die halle wird auch nicht viel voller als bisher,ganz zu schweigen von der abnehmenden stimmung die das bringen würde.wir können froh sein das wir uns bei diesem zuschauerschnitt überhaupt eishockey in der jetzigen halle leisten können und eishockey in einer mufu vor 4000 zuschauern ist keineswegs finanzierbar.in kassel fehlt einfach das nötige umfeld wie beispielsweise in köln...selst da hat man ja mit 11000 besuchern im schnitt probleme was die finanzen angeht weil für die vereine ja fast nix mehr rausspringt in einer arena sondern draufgezahlt wird wenn die zuschauer ausbleiben...


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Leuchtturm Offline

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Beiträge: 3.632

04.12.2002 20:43
#14 RE:Arenisierung der DEL Antworten

Es geht ja nicht darum, absehen zu müssen, ob man eine Arena durch Zuschauer finanzieren kann. Ich denke das dies von uns Kleingeistern eh keiner kann. Was bringt eine Arena so mit sich? Wesentlich größeren Komfort (haben wir derzeit keinen...) vielleicht eine anständige Musik-Video-Anlage (erst recht nicht...) und die wohl wichtigste Eigenschaft für eine Aufbesserung: die Logen (nie gehört ob es sowas gibt...). Das wären Alles Sachen, die die Zuschauer etwas leichter bewegen liessen, sich diese 14.-EUR für nen Stehplatz aus den Rippen zu leiern oder eben noch mehr für die Tribüne oder die Logen. Es möchte ja auch keiner Ernsthaft eine ARENA im Stile Kölns. Das sich sowas nicht trägt ist von vornherein klar. Aber warum keine 8000-8500 Zuschauer fassende Halle wie Hannover (für mich der beste Kompromiss aus Größe und Verstand, einzig der EC-Automat fehlt...) bloß ohne Oberrang?? Damit wäre ALLEN geholfen. Den HAllenbetreibern, die mit einer schicken HAlle wieder die ein oder andere Mark, repsektive Euro mehr einnehmen und auch den Fans, die sich mehr Komfort bei gleicher Stimmung wünschen.

Aber irgendwie war das ja garnicht wirklich das Thema, ob sich eine MuFu für Kassel wirklich rechnet, sondern eher, wie die Stimmung durch die Arenisierung zurückgeht oder darunter leidet. Dazu habe ich auch noch einen Einwand gefunden: die Stimmung muß nicht zwingend unter den Arenadächern leiden. In allen Arenen wurde bislang ausnahmslos gegenüber dem Vorgängerstadion die Anzahl der Stehplätze deutlich reduziert. Warum solte man bei zukünftigen Projekten nicht den unteren Teil eines Stadions (in Fachkreisen auch Unterragn genannt) mit Stehplätzen rundherum versehen und darüber einen etwas größeren Oberrang mit Sitzplätzen füllen? Wäre ja denkbar, obwohl sich die Sitzplatz-Touris-Deutschlands wie Tom und Franky nicht vom gemeinen Mob trennen lassen würden. Also auch eine verzwickte Sache...




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bethmännchen Offline

Pre-Rookie


Beiträge: 16

05.12.2002 21:46
#15 RE:Arenisierung der DEL Antworten

In Antwort auf:

Angesichts des "Megabrüllers" Lions-Krefis kann sich ja mal ein paar grundsätzlichere Gedanken machen.


Angesichts der "Dinge" die hier wieder mal abgegangen sind, kann man sowas als Eishockeyfan(was wir ja letztendlich allesind) absolut nachvollziehen (gleich welcher Colour), aber das ist wieder mal unser "home-made" Problem...

Zur "Arenen" Problematik:

Deine "Ängste" kann ich nachvollziehen. Selbst bei den Laiens "geht nichts mehr ohne neue Halle". Wenn ich schon so was höre....

Ich habe Köln, Nürnberg,Obertshausen und Hannover gesehen (Wobei ich anerkennen muss, das diese Arena in HN die Eishockeytechnisch beste ist).

Ich habe ausser bei der WM 2001 in keiner Arena Stimmung in dem Sinne erlebt, wie "wir" sie gewohnt sind.

Die DEL mainstreamt das Eishockey dermassen (siehe Strafzeiten etc. etc.), sodas ich mit dieser Saison meinen Abschied als "aktiver" Fan nehmen werde. Das hat alles mit Eishockey wie ich es kennen gelernt habe nichts mehr gemein (und da zählen u.a. massiv die Huskies, solche Typen wie Millen, Barrie, Millar, Johnston etc. etc. dazu!!).

Dieses "Ami-Arena" Feeling ist nicht für Dino´s wie ich es halt nun mal bin. Ich möchte gerne bei -15 Grad im Bauchenberg Stadion in Schwenningen stehen und mir trotz 5 Pullovern den Arsch abfrieren, die Mannheimer "Scheune" bei - 10 Grad "überleben", Krefeld´s volle Hütte (inkl. Trommler) "voll" mitbekommen, eingequetscht in Kassels "Gäste" Block sein, den Wellblechpalast "zittern" hören.

Aber glaubt mir...dies ist der falsche Weg !

Ich sehe leestehende Bauruinen (wie in Obertshausen) vor mir, die für ein paar mickrike Konzerte extra angeheizt werden müssen.

Ich sehe leere Arenen vor mir, wo junge, dynamische Marketing Strategen wochenlang sich an den Fingernägeln kauen, weil sie nicht wissen was sie falsch gemacht haben.

Ich sehe eine total hilflose DEL, deren Vorstand (dem u.a. "unser" gestreamlinter Hr. Schröder angehört) sich ineinander verkracht.

Ich sehe (durch diese, m.E. schwachsinnige, Ausländerbegrenzung) einen Absturz des Deutschen Eishockeys (Spieler 3. Grades werden zu Milllionären).

Wir sind die Fans !

Ich stell mich nicht in einen "Stehblock" der li. + re. abgegrenzt ist(Muuuuhh), um dann einem animierten Disney Handschuh auf einem Sony-Würfel zuzuklatschen....Nein Danke.


Habe fertig !


bethmännchen

P.S.:
Wer issen von denen die ich kenne am 27.12. in unserer Sauna???

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